Die Aktivitäten begannen mit einem Workshop mit dem Titel „Meine Nachbarschaft – Karte zum Klimawandel + Multimedia-Präsentation“, bei dem die versammelten Teilnehmer mit natürlichen Materialien wie Ton, Moos und Rinde eine 3D-Karte ihrer Nachbarschaft erstellen konnten. Die auf diese Weise erstellte Karte zeigt den Zustand der Natur in der unmittelbaren Umgebung. Bei der Diskussion über die Karte erfuhren die Teilnehmer, warum Naturgebiete wertvoll sind, warum die biologische Vielfalt wichtig ist, wie die Beziehungen zwischen den Arten aussehen und welche Aktivitäten zu den Phänomenen des Klimawandels, d. h. zu Dürre und Stürmen, und zum Verlust der Artenvielfalt in der Region beitragen.
Der nächste Teil des Workshops beinhaltete ein Experiment – die Rückhaltung von Wasser in der Umwelt durch biologisch aktive (grüne) Flächen. Im Feldteil des Workshops wurde die Wasserqualität mit einer biologischen Methode bewertet und ein Spiel mit dem Titel „Die Klänge der Natur“ veranstaltet. Den Abschluss der Feldaktivitäten bildete ein Naturspiel, das auf den Prinzipien von MEMO basiert – das Merken der Namen der bekannten Arten von wirbellosen Wassertieren. Nach der Pause wurde ein Brettspiel zum Klimawandel organisiert, das zeigte, was wir tun können, um unsere Auswirkungen auf den fortschreitenden Klimawandel zu verringern.
Das Hauptziel des Projekts PROADAPT – A CLIMATE-FRIENDLY BORDER – Supporting local decision-making on climate change adaptation measures (Unterstützung der lokalen Entscheidungsfindung für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel) besteht darin, ein klimafreundliches Grenzland zu fördern, indem den negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegengewirkt und die Anpassung an den Klimawandel und seine Abschwächung unter Berücksichtigung eines ökosystemaren Ansatzes unterstützt wird. Im Rahmen des Projekts werden die Partner gemeinsam eine Plattform zur Entscheidungsunterstützung für lokale Behörden und Einwohner der Grenzregion im Bereich der Anpassung an den Klimawandel schaffen und Klimaanalysen für 11 Bezirke im Fördergebiet erstellen.
Darüber hinaus werden drei Pläne zur Anpassung an den Klimawandel für ausgewählte Gemeinden erstellt und eine Studie zur Wiederherstellung ökologischer Korridore erarbeitet. Das Projekt sieht die Umsetzung lokaler Anpassungsmaßnahmen mit dem Schwerpunkt auf blau-grüner Infrastruktur vor. Im Rahmen des Projekts wird auch ein Klimakompetenznetzwerk aufgebaut, das aus zwei Zentren mit Demonstrationsanpassungsmaßnahmen besteht. Darüber hinaus sind der Ausbau des lokalen Klimamonitorings, die Einrichtung von Wasserfarmen und der Bau eines Naturlehrpfades geplant.
Ergänzt werden die Projektaktivitäten durch zahlreiche Schulungen, Workshops, Studienbesuche, Picknicks und Bildungsmaterialien. Diese Aktivitäten werden dazu beitragen, das Bewusstsein zu schärfen und umweltfreundliches Verhalten zu fördern, um Entscheidungen über lokale Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.
Das Projekt wird von der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des polnisch-sächsischen Kooperationsprogramms 2021-2027 kofinanziert.